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Goldruten in der Rehhaggrube

Seit August 2025 steht die Rehhaggrube unter Schutz, doch bis heute sind laut kantonalem Amt für Naturförderung wichtige Aspekte nicht geklärt. Invasive Neophyten legen aber deswegen keine Wachstumspausen ein. Und so hackten sich Mitglieder von Bern bleibt grün in der Grube durch die Sommermonate.

Rückblende

Im August 2025 entschied die kantonale Direktion für Inneres und Justiz DIJ, dass die Grube nicht, wie 2017 geplant, mit Abfall aufzufüllen, sondern definitiv als Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung zu erhalten und zu pflegen sei. Die DJI folgte damit der Empfehlung der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission ENHK, die in ihrem Gutachten von 2019 die «bestehenden hohen Lebensraumqualitäten» der Rehhaggrube hervorhob und empfahl, den Naturraum Rehhaggrube, diese «naturnahe Insel im sehr intensiv genutzten Agrar- und Siedlungsgebiet», weil nicht ersetzbar, zu erhalten und zu pflegen (2019.JGK.7360).

Freiwillig im Einsatz zum Jäten

Pflegen heisst nicht nur, mit schwerem Geräten ab und dann für Rohboden in der Grube zu sorgen, sondern auch: invasive Neophyten einzudämmen. Unser Verein, welcher den Schutz der Grube juristisch erstritten hatte, bot der Stadt bereits 2024 an, zur Pflege der Lehmgrube beizutragen. Seither sind wir gelabelt als «Freiwillig im Einsatz für die Stadt Bern», kuratiert durch Stadtgrün, gemeldet bei der Eigentümerin der Rehhaggrube, ausgestattet mit Gelbwesten, mit Hacken und Handschuhen, versehen mit Kübelsäcken und Klebemarken.

Wir – eine Handvoll Vereinsmitglieder – setzten in den heissen Sommermonaten um sieben Uhr in der Frühe die Hacke an und liessen uns um halb zehn von der Hitze wieder aus der Grube vertreiben, vorbei am Kleinen bzw. Zierlichen Tausendgüldenkraut Centaurium pulchellum (national Rote Liste).

Viele der Tümpel trockneten aus. Was die Hitze und Trockenheit für die Tiere und Pflanzen bedeutete, ist schwer zu sagen. Trotzdem: für uns hatten die Morgenstunden in der Rehhaggrube Gold im Munde; hier war filigranes Grün, Licht und Schatten, Luft und Himmel, ein Quaken, hier, ein Vogelruf dort und unter den Füssen auch der Sumpfstendelwurz Epipactis palustris (national Rote Liste) sowie, natürlich, die Kanadischen Goldruten Solidago canadensis. 

Letzterer beizukommen gelang nicht restlos, trotz weit über 120 Stunden Einsatz. Bekanntlich bringt aber Beharrlichkeit Erfolg. Auf Wiedersehen im Jahr 2027.

Dank

Der Verein dankt jenem beständigen kleinen Kreis an Mitgliedern, welcher in den vergangenen Monaten regelmässig munter Goldruten entfernte, und auch jenen, welche nicht lockerlassen wollten, aber, aus unterschiedlichen Gründen, aufgeben mussten.

Wer im kommenden Jahr mitwirken möchte, darf sich gerne melden: info@bernbleibtgruen.ch. Eine Aktion dauert 2 bis 3 Stunden. Wir würden uns freuen!

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CH21 0900 0000 3000 4860 7

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